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26. April 2006

Katze ist aus dem Sack

Rhön-Klinikum will an Uniklinik Gießen-Marburg mehr als 1000 Stellen streichen

"Schneller als von uns befürchtet lässt das Rhön-Klinikum die Katze aus dem Sack." Mit diesen Worten kommentiert die wissenschaftspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag, Sarah Sorge, die heutigen Ergebnisse der Bilanzpressekonferenz des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum. Der Finanzvorstand hat heute in Frankfurt angekündigt, 10 bis 15 Prozent der 9500 Stellen zu streichen. Der Konzern sieht ein erhebliches Einsparpotenzial und will ab der Jahreswende 2006/2007 Gewinne erwirtschaften.

"Leider bestätigt es sich, dass Rhön-Klinikum vor allem Personal abbauen wird. Genau dafür wird auch der Sozialfonds in Höhe von 30 Millionen Euro verwendet werden. Für Mittelhessen sind noch mehr Arbeitslose fatal. Die Landesregierung hatte all diese Befürchtungen negiert und den Verkauf im Eiltempo durchgezogen. Sie wollte vor allem aus der Verantwortung heraus, was mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern passiert war und ist ihr gleichgültig", kritisiert Sarah Sorge.

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