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3. Mai 2006

Seminarverbote für Studierende: Landesregierung in der Pflicht

"Für die überfüllten Seminare trägt die Landesregierung nach der Einführung von Langzeitstudiengebührten eine besondere Verantwortung. Denn es ist ein Unding, Studierenden für ihr Studium Gebühren abverlangen zu wollen und dann noch nicht einmal für angemessene Studienbedingungen zu sorgen", bewertet die hochschulpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag, Sarah Sorge, die Situation an den Hessischen Hochschulen zu Beginn des Sommersemesters.

Seit Jahren werden zu Beginn eines jeden Semesters Studierende in Hessen an einem ordnungsgemäßen Studium gehindert, indem sie von Lehrveranstaltungen wegen Überfüllung ausgeschlossen werden. "Mit der Einführung von Langzeitstudiengebühren dürfte eine solche Situation aber nicht mehr vorkommen. Man kann nicht einerseits bei Studierenden, die länger für ihr Studium brauchen, Gebühren verlangen und anderseits nichts dafür tun, dass ein Studium in angemessener Zeit auch durchführbar ist", so Sarah Sorge.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im hessischen Landtag haben wiederholt auf die schlechten Studienbedingungen in Hessen hingewiesen und Lösungsvorschläge gemacht. So fordern wir einen so genannten "Feuerwehrtopf", um bei unerwarteter großer Nachfrage auf einen Studiengang schnell zusätzliche Lehrveranstaltungen möglich zu machen. Zudem wollen wir flächendeckend Ombudspersonen für Studierende einrichten, deren Aufgabe sein soll, Ansprechpartner für Studierende zu sein und mögliche Verzögerungen des Studiums zu dokumentieren und Abhilfe zu schaffen. Darüber hinaus muss die Landesregierung die schlechten Studienbedingungen durch finanzielle Anreize für die Hochschulen schneller abbauen. Leider duckt sich Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) bislang vor den Problemen weg und lässt die Hochschulen mit ihren Kapazitätsproblemen alleine", so Sarah Sorge.

Die Landesregierung muss endlich Voraussetzungen schaffen, dass mehr junge Menschen ein Studium erfolgreich abschließen können. "Der Rauswurf aus Lehrveranstaltungen gehört sicherlich nicht zu einem solchen Konzept", so Sarah Sorge abschließend.

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