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11. September 2003

GRÜNE: „Wahnsinn: Dank der heiligen Madonna darf OB Peter Benz jetzt auch in Frankfurt sprechen!“

„Das vorläufige Ende im Streit um die „Hohlbein-Madonna“ macht mehr denn je deutlich, dass die Landesregierung in der Kulturpolitik mehr leisten muss als in Streitfällen zu moderieren“, kritisierte die kultur-politische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge das mangelnde Interesse von Kunstminister Udo Corts an einer strukturierten Debatte für Weiterentwicklung der kulturellen Zu-sammenarbeit in der Region Rhein-Main.

„Der Beitritt des Hauses Hessen zur Kulturinitiative Rhein-Main und deren Initiative ist begrüßenswert, enthebt aber die Landesregierung nicht von ihrer Verantwortung, endlich das Thema Region Rhein-Main anzugehen und dauerhafte Strukturen für die kulturelle Zusammenarbeit in der Re-gion  zu schaffen. Die vom Städelchef Prof. Dr. Herbert Beck angeregte Aktion Bildertausch ist doch auch heute nicht verboten, sondern sollte längst Bestandteil der gängigen Museumspraxis sein“, so Sarah Sorge zu dem Vorschlag des Städelchef.

Sarah Sorge: “Das Scheitern einer Bewerbung der Region zur Kultur-hauptsstadt 2010 und der Holbein-Streit zeigen doch, dass die Ausbil-dung einer gemeinsamen kulturelle Identität in der gesamten der Regi-on noch am Anfang steht und dringend einer Bearbeitung durch die Landesregierung bedarf. Wenn der Gipfel der Zusammenarbeit drin be-steht, dass der Darmstädter OB Peter Benz zur Eröffnung einer Ausstel-lung mit der „Hohlbein.Madonna“ im Frankfurter Städel sprechen darf, dann ist der Ernst der Lage sicher nicht erkannt1“

Die Grünen fragen deshalb nach, wann die ausgearbeiteten Vorschlä-ge der Kulturkommission - unter dem Vorsitz von Hillmar Hoffmann – aus dem Jahre 2002 endlich auf die politische Agenda der Landesregierung kommen.

Darüber hinaus interessiert die GRÜNEN die Frage, wie die Landesregie-rung auf die bisherige Forderung des Haus Hessen eingegangen ist, im Falle einer Verlängerung der  Leihgaben  dem Haus Hessen erhebliche Steuerschulden an das Land zu erlassen bzw. zu reduzieren.

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