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8. Juni 2007

Werbung an den Hochschulen

GRÜNE wollen Bericht im Wissenschaftsausschuss

Für die nächste Sitzung des Wissenschaftsausschusses am Dienstag, dem 12. Juni haben BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN einen dringlichen Berichtsantrag zu Werbeverträgen hessischer Hochschulen mit Wirtschaftsunternehmen gestellt.

"Wir wollen von Wissenschaftsminister Udo Corts wissen, wie die Landesregierung die Praxis beurteilt, dass Wirtschaftsunternehmen gegen entsprechende Zahlungen Werbeflächen innerhalb der Hochschulen zur Verfügung gestellt bekommen und wie viele Hochschulen bereits auf solche Finanzierungen zurückgreifen. In Presseberichten ist davon die Rede gewesen, dass gegen namhafte Geldbeträge bereits Hörsäle nach Wirtschaftsunternehmen benannt werden", erläutert die wissenschaftspolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, Sarah Sorge, den Hintergrund der Anfrage.

"Bei solchen Sponsorings besteht immer die Gefahr, dass die Wissenschaftsfreiheit verletzt wird und womöglich die Sponsoren bei bestimmten Forschungsvorhaben bevorzugt oder geschont werden. Wir plädieren nicht generell für ein Verbot des Sponsorings, das in Form von Stiftungsprofessuren auch eine namhafte Tradition hat. Es muss jedoch sicher gestellt sein, dass Forschung und Lehre nicht für einzelne Unternehmen instrumentalisiert werden können. Ich halte es deshalb für hoch problematisch, wenn wie in einem beschriebenen Fall bei der FH Wiesbaden Mitarbeiter eines werbenden Unternehmens Teile der Lehre übernehmen sollen. Deshalb muss maximale Transparenz hergestellt werden. Dazu gehört, dass neben der Verwaltung der Hochschulen und der Professorenschaft auch die Studierenden wissen, wer ihre Hochschule unterstützt und wie die Vereinbarungen im Einzelnen aussehen. Derzeit wird von den Hochschulleitungen da noch gemauert. Das muss schleunigst korrigiert werden", fordert Sarah Sorge.

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