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"Nicht nur in der Schulpolitik liegt Hessen auf den hinteren Plätzen, die Hochschulpolitik fährt die CDU-Landesregierung ebenso an die Wand", bewertet die hochschulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge, das Abschneiden Hessens im Bildungsmonitor 2007. Bisher lag der Fokus in der Bewertung des Bildungsmonitors hauptsächlich auf dem Bereich Schule.
Der Bildungsmonitor 2007 nimmt die schlechten Betreuungsbedingungen an den hessischen Hochschulen ins Visier. Auch das statistische Bundesamt und die statistischen Landesämter haben in ihrer Veröffentlichung "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" auf dieses Manko hingewiesen. Danach kommen an hessischen Universitäten auf eine Lehrkraft statistisch 12,6 Studierende, bei den Fachhochschulen sind es statistisch sogar 26,5 Studierende. Damit liegt Hessen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 10,8 Studierenden bei Hochschulen und bei Fachhochschulen bei 24 Studierenden.
"Noch schlechter sieht es an einzelnen Fachbereichen aus. Erst kürzlich haben sich die Professoren des Fachbereichs Rechtswissenschaft der Universität Frankfurt mit scharfer Kritik an die Öffentlichkeit gewandt. So sei dort ein Professor für 124 Studierende zuständig. Die Ausstattung der Bibliotheken sei desolat und die monatliche Zuweisung für Sachausgaben des Lehr- und Forschungsbetriebs viel zu niedrig", erinnert Sarah Sorge.
"Dies belegt, dass die CDU-Landesregierung den dringenden Anforderungen an eine Wissenschaftspolitik für morgen überhaupt nicht gewachsen ist. Die hessischen Hochschulen stehen vor wichtigen Herausforderungen. Um den kommenden Fachkräftemangel auszugleichen, brauchen wir mehr Studierende, die deutlich besser als bisher betreut werden und wir brauchen bessere Forschungsbedingungen. Mit dieser Landesregierung wird es nicht gelingen, diese Ziele zu erreichen. Es ist höchste Zeit für einen Wechsel."