
Datum: 7. September 2007
"Die finanzielle Situation und die damit einhergehende schlechte personelle Ausstattung des Frankfurter Fanprojekts e.V. müssen dringend verbindlich verbessert werden", fordert die Frankfurter Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge.
Das Fanprojekt habe eine wichtige Rolle bei der Förderung und Stützung von auf Toleranz beruhenden und von sozialer Kompetenz geprägten Verhaltensweisen. Es genieße hohes Ansehen, sowohl bei der Polizei und den Institutionen des Zuschauerfußballs, als auch bei den Fans. Wie wichtig die professionelle Arbeit mit den Fans sei, zeige die erschreckenden Ausschreitungen und Gewalttaten Anfang dieses Jahres während und nach Fußballspielen an anderen Orten in Deutschland.
"Es darf nicht sein, dass Frankfurt das personell am schlechtesten ausgestattete Fanprojekt der 1. Fußballbundesliga hat und das, obwohl Frankfurt eine der größten Fanszenen hat. Seitens des DFB stehen 55.000 Euro für die Arbeit in Frankfurt bereit. Allerdings können davon bisher nur 30.000 Euro abgerufen werden, da Land und Stadt nur Zuschüsse in dieser Höhe zahlen und eine Drittelförderung für die Fanprojekte bundesweit vorgeschrieben ist. Die öffentliche Hand ist aufgefordert, ihre Zuschüsse verbindlich zu erhöhen. Die Stadt Frankfurt ist mit der gestrigen Zusage von Sportdezernentin Prof. Dr. Birkenfeld, dass die Stadt ihren jährlichen Zuschuss erhöht, mit gutem Beispiel vorangegangen", so Sarah Sorge.
Sarah Sorge hatte vorletzte Woche in einem Brief den Minister des Inneren und für Sport, Volker Bouffier, aufgefordert, eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses um mindestens 5.000 Euro vorzunehmen, um die Arbeit des Projekts nachhaltig zu sichern. "Die vom CDU-Landtagsabgeordneten Ulrich Caspar in der Presse angekündigte Zuschusserhöhung seitens des Landes darf nicht nur bei einer Ankündigung bleiben, sondern muss auch tatsächlich verbindlich umgesetzt werden", appelliert Sarah Sorge.