
Datum: 13. September 2007
"Mit dem Vorschlag des Vorsitzenden des Regionalen Dialogforums zum so genannten Anti-Lärm-Pakt wird das Nachtflugverbot zur Farce. Die Kommunen dürfen dem nicht ihren Segen geben," so die Frankfurter Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Di-rektkandidatin im Wahlkreis 37 (Frankfurter Süden), Sarah Sorge.
"Der Vorschlag von Professor Wörner sieht vor, dass innerhalb der ‚Mediationsnacht’ von 23 Uhr bis 5 Uhr 15 Flüge erlaubt sind. Das sind rechnerisch alle 24 Minuten ein Flugzeug, das die Nachtruhe der Menschen stört. Wenn noch die verspäteten Flüge und diejenigen, die zu früh ankommen, hinzugerechnet werden, dann können die Menschen damit rechnen, durch-schnittlich jede Viertelstunde aus dem Schlaf gerissen zu werden. Mit einem Nachtflugverbot hat das Ganze dann nichts mehr zu tun. Hier soll den Bewohnerinnen und Bewohnern des Rhein-Main-Gebiets Sand in die Augen gestreut werden," warnt Sarah Sorge.
"Die Ausbaubefürworter von CDU, SPD und FDP haben den Menschen versprochen, dass ein Ausbau nur mit einem Nachflugverbot komme. Nähmen sie ihre Aussagen ernst, dann dürfte der Ausbau des Frankfurter Flughafens nicht mehr in Frage kommen. Ich fordere meine Mitbewerber um den Wahlkreis Frankfurter Süd auf, den Menschen zu sagen, ob sie in letzter Konsequenz für ein Nachtflugverbot sind," so Sarah Sorge weiter.
"Ich erwarte, dass die im Anti-Lärm-Pakt beschriebenen Maßnahmen zur Lärmminderung schon jetzt und unabhängig vom Ausbau umgesetzt werden. Die Lärmminderungsmaßnahmen mit dem Ausbau zu verknüpfen ist unverantwortlich gegenüber den von Fluglärm geplagten Menschen und war auch anders versprochen worden. Die Kommunen im Rhein-Main-Gebiet dürfen im Interesse der Menschen und derer Nachtruhe dem Vorschlag zum Anti-Lärm-Pakt nicht zustimmen," fordert Sarah Sorge abschließend.