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17. Dezember 2007

Rückgang der Erstsemesterzahlen in Hessen. GRÜNE: Studiengebühren schrecken ab

"Studiengebühren wirken, anders als von der CDU-Landesregierung immer wieder behauptet, doch abschreckend", erklärt die hochschulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge, angesichts der neuesten Studierendenzahlen des Statistischen Bundesamtes. Bundesweit sei die Zahl der Erstimmatrikulierten um fast 4 Prozent gestiegen, während in Hessen ein Rückgang bei den Erstsemestern um 0,4 Prozent zu beklagen sei. "Überall da, wo der Staat in die Tasche der Studierenden greift, geht es im Ländervergleich bergab; so auch in Hessen."

"Damit ist eingetreten, wovor wir die Koch-Regierung gewarnt haben: Nach der Einführung von Studiengebühren gibt es weniger Erstsemester. Das Gegenteil aber wäre nötig. Wir brauchen in Hessen mehr und nicht weniger Studierende", kritisiert Sarah Sorge die Hochschulpolitik der Landesregierung. "Das im Hochschulpakt zwischen Bund und Ländern für Hessen vereinbarte Ziel ist nicht erreicht. Nach dem Pakt sollten die Studienanfängerzahlen 2007 um 1.250 erhöht werden. Tatsächlich gibt es in Hessen nun 105 Studienanfänger weniger. Daran ist die Einführung von Studiengebühren schuld."

"Einmal mehr zeigt sich:  Studiengebühren sind sozial ungerecht und bildungspolitisch falsch. OECD- und andere Studien mahnen immer wieder an, dass wir in Zukunft mehr Akademikerinnen und Akademiker brauchen. Der Hochschulpakt sollte daher ernst genommen und nicht ignoriert werden."

"Wir werden, wenn wir nach der Landtagswahl Regierungsverantwortung tragen, die Studiengebühren umgehend wieder abschaffen, um diese Hürde zum Hochschulzugang zu beseitigen. Und wir werden den Hochschulen die Einnahmen aus den Studiengebühren ersetzen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass in den kommenden Jahren tatsächlich mehr junge Menschen studieren."

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