
Datum: 18. Dezember 2007
"Der seit langem angekündigte Wortbruch von Roland Koch und seiner CDU-Landesregierung ist nun vollendet", kommentiert die Frankfurter Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und Direktkandidatin im Wahlkreis Frankfurt Süd (WK 37), Sarah Sorge, den heute verkündeten Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Flughafens Frankfurt.
"Der Beschluss heißt im Klartext: Mehr Lärm durch jährlich über 200.000 zusätzliche Flüge am Tag und keine Ruhe in der Nacht für die Menschen in Rhein-Main-Gebiet und insbesondere im Frankfurter Süden. In Zukunft werden zwi-schen 22 und 6 Uhr sogar mehr Flugbewegungen als jetzt stattfinden. Das bedeutet in der so genannten Mediationsnacht zwischen 23 und 5 Uhr alle 21 Minuten eine Flugbewegung. Die Landesregierung hat die Bevölkerung systematisch für dumm verkauft, Roland Koch höchstpersönlich hat die Bürgerinnen und Bürger schlicht belogen."
"Wenn die von den Ausbaubefürwortern beschworene 'unlösbare Verbindung' von Ausbau und Nachtflugverbot nicht umgesetzt werden kann, dann muss auf den Ausbau verzichtet werden. Ich fordere meine Mitbewerber um den Wahlkreis Frankfurt Süd, Michael Boddenberg MdL (CDU) und Petra Tursky-Hartmann (SPD) auf, den Menschen endlich zu sagen, wie sie sich nun verhalten und ob sie auch in letzter Konsequenz zum Nachtflugverbot stehen. Die Menschen im Frankfurter Süden stimmen bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 auch darüber ab, ob ihre direkt gewählte Vertretung in Wiesbaden sich ohne Wenn und Aber für ihr Bedürfnis nach Lärmschutz und einer Nacht ohne Fluglärm einsetzt. Bei der Landtagswahl am 27. Januar heißt daher die Devise: Wer nichts hören will, muss wählen", so Sarah Sorge.