Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 25. März 2004

Exmatrikulationen an Frankfurter Hochschulen sind beunruhigend

„Der Rückgang der Studierendenzahlen an den Frankfurter Hochschulen ist kein Grund zur Freude, sondern ein Alarmsignal“, so die Frankfurter Landtagsabgeordne-te und wissenschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Hessischen Landtag, Sarah Sorge.

„Dass der Wissenschaftsminister Corts und der Abgeordnetenkollege Caspar von der CDU die Exmatrikulationen als Erfolg werten, ist der blanke Zynismus. Aus den Hochschulen hört man ganz andere Signale. Es sind eben nicht nur sogenannte Scheinstudierende, die nur wegen des Semestertickets eingeschrieben sind, sondern zahlreiche Studierende, die sich aus sozialen Gründen exmatrikulieren. Viele Studie-rende, die neben dem Studium ihren Lebensunterhalt verdienen müssen oder Studierende mit Kindern sind extrem von den Gebühren betroffen.

„Dass ein Studienabschluss in Hessen nun wieder mehr vom Geldbeutel der Eltern abhängt, ist eine Schande, zudem internationale Studien belegen, dass wir mehr Studierende in Deutschland brauchen, um international Wettbewerbsfähig zu bleiben. Corts und Caspar gehen nicht nur zynisch mit dem Schicksal der Studierenden um, sondern ignorieren wissenschaftspolitische Selbstverständlichkeiten. Daher sind für mich die Exmatrikulationen an der Frankfurter Hochschulen extrem beunruhigend“, so Sarah Sorge.