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27. Mai 2004

Lebensmittelchemie kein Thema für Hessen

Die CDU-Sparpolitik zeigt Wirkung! Das einzige Institut für Lebensmittelchemie in Hessen muss ab 2007 seine Tore schließen. Dies beschloss der Senat der Johann Wolfgang Goethe-Universität gegen heftige Widerstände der Studierenden auf seiner gestrigen Sitzung. „Es zeigt sich, dass Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) keinerlei Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Hochschulen in Hessen besitzt. Die CDU-Landesregierung trägt für diese Entscheidung des Senats die volle Verantwortung,“ so Sarah Sorge, Wissenschaftspolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen im Hessischen Landtag.

Die CDU-Landesregierung hatte in ihrem letzjährig verabschiedeten Streichprogramm beschlossen, dass die Hochschulen Hessens 30 Millionen von ihrem Budget gekürzt bekommen. Dies bedeutet für die Frankfurter Universität allein die Streichung von 150 Stellen.

Die Schließung des einzigen Instituts für Lebensmittelchemie auf Hessischem Boden ist die direkte Folge dieser unsinnigen Kürzungspolitik. „Der Minister Corts lässt die Hochschulen mit seinen Sparzwängen alleine. Diese unkoordinierte  Streichpolitik schadet dem Wissenschaftsstandort Hessen,“ so Sorge

Bündnis 90 / Die Grünen verstehen unter Autonomie der Hochschule nicht, immer neue Sparvorgaben zu machen und die einzelnen Hochschulen damit allein zu lassen. „Dem Wissenschaftsminister fehlt es an einem schlüssigen Konzept zur Hochschulentwicklung. Die Schließung des einzigen Instituts für Lebensmittelchemie ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Landesregierung keine Ahnung davon hat, welches Wissenschaftsprofil Hessen braucht“, so Sorge abschließend.

 

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