
Datum: 19. März 2009
Am 20. März 2009 wird zum zweiten Mal bundesweit der Equal Pay Day durchgeführt. Anlass ist die skandalöse ungleiche Bezahlung für gleiche Arbeit von Frauen und Männern. Frauen in Deutschland erhalten im Durchschnitt über 22 Prozent weniger Einkommen als Männer – eine klare Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt.
"Die Bundesrepublik ist bei der Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern europaweit eines der Schlusslichter. Das ist ein unerträglicher Zustand, den wir GRÜNE nicht länger hinnehmen wollen", sagt Sarah Sorge, Vorstandssprecherin der Frankfurter GRÜNEN und Landtagsabgeordnete.
"Es ist höchste Zeit, effektive Maßnahmen zur Lohngerechtigkeit umzusetzen. Wir brauchen nicht nur klare gesetzliche Regeln, sondern auch eine Infrastruktur, die Frauen die gleichen Chancen im Erwerbsleben ermöglicht. Darauf wollen wir am Equal Pay Day aufmerksam machen", so Ulrike Gauderer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer.
"Auch die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag wird mit einem entsprechenden Antrag zur Lohngerechtigkeit für das nächste Plenum aktiv werden", kündigt Sarah Sorge an.
Die Frankfurter GRÜNEN werden am morgigen Equal Pay Day von 12 bis 14 Uhr am Steinweg (Hauptwache) mit einem Informationsstand vertreten sein. Dieser Termin ist besonders für die Bildberichterstattung geeignet.
Aufhänger ist die 'Rote Tasche'. Das Tragen einer roten Tasche steht als Symbol für Protest gegen die fehlende Lohngerechtigkeit. Sie verdeutlicht, dass Frauen, selbst bei gleichem Jobprofil und gleicher Position, im wahrsten Sinne des Wortes weniger in der 'Tasche' haben als ihre männlichen Kollegen. Darüber hinaus werden die GRÜNEN mit extra produzierten Bierdeckeln, Tulpen und einem Gewinnspiel der hessischen GRÜNEN die Debatte über die Gründe der Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland in die Öffentlichkeit tragen.
Neben Frankfurt gibt es Aktionen in Wiesbaden, Kassel und Witzenhausen.