Bündnis 90/Die Grünen

PRESSEMITTEILUNG


Datum: 28. April 2009

Unterstützung für den Vorschlag zur Bewerbung Frankfurts als "Grüne Hauptstadt Europas" - Passivhäusern gehört die Zukunft!

Zum Vorschlag des Hessischen Ministers für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg (CDU), die Stadt Frankfurt am Main als 'Grüne Hauptstadt Europas' vorzuschlagen und anlässlich des Besuchs des GRÜNEN Europa-Spitzenkandidaten Reinhard Bütikofers bei der ABG Frankfurt Holding erklären der Vorstandssprecher der Frankfurter GRÜNEN, Bastian Bergerhoff und die Vorstandssprecherin und Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, Sarah Sorge:

"Wir begrüßen den Vorschlag von Herrn Boddenberg, Frankfurt bei der Europäischen Union als 'Grüne Hauptstadt Europas' anzumelden. In der Tat hat die Frankfurter Kommunalpolitik alles dafür getan, diesen Titel zu rechtfertigen. Minister Boddenberg hat aber offensichtlich auch erkannt, dass für einen Erfolg in diesem Wettbewerb die Unterstützung des Landes notwendig ist", so Sarah Sorge. "Der CDU-Minister sollte an dieser Stelle einen Vorstoß der GRÜNEN Landtagsfraktion unterstützen, die gestern unter anderem angekündigt hat, eine Initiative zur Änderung der Hessischen Bauordnung sowie zur Weiterentwicklung des Hessischen Energiegesetzes zu einem Zukunftsenergie- und Klimaschutzgesetz zu ergreifen."

"Frankfurt am Main ist für den Titel 'Grüne Hauptstadt Europas' geradezu prädestiniert, die Bezeichnung 'Ökotropolis' in der Speer-Studie hat dies einmal mehr verdeutlicht. Die Impulse für Grünflächen, Umwelt- und Klimaschutz gingen dabei allerdings maßgeblich von den GRÜNEN aus. So geht der Grüngürtel auf Initiative der GRÜNEN zurück und es ist immer wieder an uns, den Grüngürtel zu verteidigen und auszuweiten. Die Entwicklung Frankfurts zur 'Passivhaushauptstadt' und die Verankerung von ökologischen Vorgaben im aktuellen Hochhausrahmenplan, die vollständige Umstellung des Stroms für die städtischen Liegenschaften auf Ökostrom im Januar 2008, die konsequente Förderung des Radverkehrs, des Zu-Fuß-Gehens und des ÖPNV wäre ohne das Wirken der GRÜNEN und der GRÜNEN Dezernentinnen und Dezernenten nicht denkbar. Es ist festzustellen, dass ohne die langjährige Regierungsbeteiligung der GRÜNEN die Bewerbung Frankfurts als 'Grüne Hauptstadt Europas' nicht denkbar wäre", so Sarah Sorge weiter.

"Ein wesentlicher Bereich für die weitere Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und ökologischen Stadt ist die Gebäudeinfrastruktur. Frankfurt hat sich auch hier den Titel 'Passivhaushauptstadt' erarbeitet. Wir haben uns gestern gemeinsam mit Reinhard Bütikofer davon überzeugen können, dass es keinen Grund mehr gibt bei Neubauten nicht auf Passivhäuser zu setzen. Auch bei Sanierung von Bestandsgebäuden gibt es keine unüberwindbaren Hürden. Die ABG Frankfurt Holding macht es vor: Klimaschutz mit Passivhäusern ist technisch machbar und ökonomisch auch aus Sicht der Wohnungswirtschaft vorteilhaft. Die Stadt Frankfurt schreibt inzwischen den Passivhausstandard bei allen städtischen Neubauten und bei allen Vorhaben auf die die Stadt Einfluß nehmen kann vor und lässt nur begründete Ausnahmen zu. Im Übrigen ist jede Initiative zur Reduktion des Energieverbrauchs im Wohnbereich auch eine soziale Initiative, die die Abhängigkeit der Wohnkosten von den Energiekosten reduziert oder gar ganz beseitigt", so Bastian Bergerhoff.

"Die anstehenden Wahlen bieten auch den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, in Berlin und Brüssel die Richtung vorzugeben. Die Kommunen müssen in ihren Anstrengungen unterstützt werden. Frankfurt hat in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, die allerdings durch weitere Initiativen auf Landes-, Bundes- und Europäischer Ebene noch weiter an Fahrt gewinnen müssen. Reinhard Bütikofer jedenfalls war nach seinem Besuch überzeugt und kommentierte: 'Frankfurt vorn!'", so Bergerhoff und Sorge abschließend.