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Als "weltfremd" haben Sarah Sorge, Frankfurter Landtagsabgeordnete der GRÜNEN und Heike Hambrock, kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer die Aussage von Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann bezeichnet, die Stadt Frankfurt erhalte genügend Geld aus dem Theaterlastenausgleich.
"Die Aussage zeigt, dass Frau Kühne-Hörmann wohl erschreckend geringe Kenntnisse über die Kulturfinanzierung besitzt. Die Erhöhung des Theaterlastenausgleichs von 1,3 auf 2,3 Millionen Euro ist zwar besser als nichts. Bedenkt man jedoch, dass Frankfurt jährlich allein 60 Millionen Euro für die Städtischen Bühnen ausgibt und diese von vielen Besuchern aus dem Umland besucht werden, ist das eine lächerlich geringe Summe. Allein die Erhöhung der Zuschüsse für die Förderung der Freien Theaterszene in Frankfurt betrug 1,2 Millionen Euro in den letzten Jahren", so Heike Hambrock.
"Die Finanzierung des 'Tanzlab' im Mousonturm durch den Kulturfonds und die Impulse für eine Tanzhalle auf dem Campus Bockenheim begrüßen wir nachdrücklich. Allerdings erhalten die Frankfurter Theater und Museen auch nach der langen Diskussion über eine gerechtere Kulturfinanzierung in den letzten Jahren weiterhin keine nennenswerte Zuschüsse des Landes, während die Staatstheater und Landesmuseen Kassel, Wiesbaden und Darmstadt bereits heute mit etwa 60 Millionen Euro vom Land unterstützt werden", kritisieren Heike Hambrock und Sarah Sorge.
"Das Land Hessen hinkt bei seinen Kulturausgaben im Vergleich mit anderen Bundesländern weit zurück. Die Stadt Frankfurt hingegen steht bei den Kulturausgaben an der Spitze. Die gälte es von Seiten des Landes zu belohnen. Wir GRÜNE haben mit unserem Konzept "GRÜNE Idee für eine starke Kulturregion Rhein-Main. Nein zum Kulturzwangsverband – ja zu mutigen Lösungen" bereits im November 2006 Lösungen aufgezeigt. Und wir hatten im rot-grünen Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass das Land einen Beitrag zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Kulturbereich leistet und ein ausgewogenes Modell der Theaterfinanzierung prüft. Von Schwarz-Gelb kommen leider keine Impulse und es ist die Stadt Frankfurt, die am meisten Schaden davon trägt", so Sarah Sorge abschließend.