
Datum: 15. September 2009
Zum heutigen FR-Interview des Hessischen Ministers für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg (CDU), Frankfurt am Main als 'Green City' zu etablieren erklärt die Frankfurter Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge:
Wir begrüßen die Bemühungen von Minister Boddenberg, dass Frankfurt am Main als europäische 'Green City' ausgezeichnet werden soll. Dies würde einerseits die bereits geleisteten Erfolge herausstellen und dem ökologischen Umbau der Stadt einen weiteren Schub verleihen. In der Tat hat die Frankfurter Kommunalpolitik alles dafür getan, diesen Titel zu rechtfertigen. Die Bezeichnung 'Ökotropolis' in der Speer-Studie hat dies einmal mehr verdeutlicht.
Die Impulse für mehr Grünflächen, Umwelt- und Klimaschutz gingen dabei allerdings maßgeblich von den GRÜNEN aus. Die Landesregierung unter Roland Koch hat hier leider keinerlei Unterstützung geleistet, vielmehr ist die Stadt trotz der Landesregierung erfolgreich bei der Etablierung Frankfurts als 'Green City’. Herr Boddenberg darf sich als Landesminister nicht auf den Erfolgen der Stadt Frankfurt ausruhen. Vielmehr muss die Landesregierung endlich ihre Hausaufgaben machen.
Ein wesentlicher Baustein für die weitere Entwicklung hin zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und ökologischen Stadt ist die Gebäudeinfrastruktur. Frankfurt hat sich den Titel 'Passivhaushauptstadt' erarbeitet. Der CDU-Minister sollte an dieser Stelle in den Wiesbadener Koalitionsfraktionen für die Gesetzentwürfe der GRÜNEN Landtagsfraktion werben, die unter anderem durch Änderungen an der Hessischen Bauordnung die energetische Sanierung vorantreiben wollen. Darüber hinaus ist er als Minister für Bundesangelegenheiten aufgefordert, Bundesratsinitiativen mit dem gleichem Ziel zu ergreifen.