
Datum: 26. April 2010
Mit der Einsetzung einer Enquete-Kommission wollen die Landtagfraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die gesundheitlichen Folgen von Fluglärm systematisch untersuchen. "Das liegt auch und gerade im Interesse der Frankfurterinnen und Frankfurter. Denn Ziel der Kommission ist es, ein klares, wissenschaftlich fundiertes und unabhängiges Bild zu dieser Frage zu bekommen und dann daraus Maßnahmen zum bestmöglichen Gesundheits- und Lärmschutz der Bürgerinnen und Bürger abzuleiten", so die Frankfurter GRÜNEN-Abgeordnete Sarah Sorge. "Wir erwarten, dass unser Antrag zur Einsetzung einer Enquetekommission zum "Fluglärmmonitoring und Gesundheitsschutz" im Plenum in dieser Woche verabschiedet wird, so dass umgehend mit der Arbeit begonnen werden kann."
"Ausgelöst durch die jüngst vom Umweltbundesamt veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Greiser zum Erkrankungsrisiko durch nächtlichen Fluglärm wird derzeit bundesweit eine Debatte geführt, die ganz besonders auch die hessische Politik aufnehmen muss", betont Sarah Sorge die hohe Aktualität des Themas.
"Das sechstätige Flugverbot am Frankfurter Flughafen hat uns Frankfurterinnen und Frankfurtern gezeigt, wie angenehm die Ruhe vor Fluglärm ist. Außerdem hat sich der Landtag so intensiv wie kein anderes Länderparlament mit der Vermeidung insbesondere des nächtlichen Fluglärms befasst. Nachdem die Landtagsmehrheit die sorgfältige Behandlung des Themas verweigert und nicht einmal einer Anhörung zugestimmt hat, nehmen wir jetzt das Minderheitenrecht zur Einsetzung einer Enquetekommission in Anspruch. Denn die hessische Politik darf sich vor ihrer Verantwortung für die Menschen, die rund um den Flughafen leben und auch schlafen wollen, nicht drücken."