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Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Wissenschaftsminister Corts (CDU) auf, die Möglichkeit der Juniorprofessur trotz der heutigen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Hessen umzusetzen. "Die Juniorprofessuren, die sich an hessischen Hochschulen bereits bewährt haben, müssen ein rechtliches Fundament erhalten. Dies ist umso dringender, da die bundesgesetzliche Vorgabe jetzt entfällt. Nur dann kann dieser erfolgreiche Weg fortgesetzt werden", fordert die hochschulpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Sarah Sorge. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass der Bund nicht die Rahmengesetzgebungskompetenz zur Einführung von Juniorprofessuren hat. "Die Einführung der Juniorprofessur ist ein wichtiger Schritt, um das deutsche Hochschulsystem moderner, internationaler und leistungsfähiger zu machen. Die Zukunft von hochwertiger Forschung und Lehre wäre gefährdet, wenn das Erfolgsmodell Juniorprofessur nicht fortgeführt werden könnte. Die Länder, und damit auch Hessen, müssen Vorschläge für eine Verkürzung der Qualifikationswege machen. Dabei müssen sie im Blick behalten, dass wir in der globalen Wissensgesellschaft produktive Konkurrenz der Bundesländer, aber keine deutsche Kleinstaaterei gebrauchen können", sagt Sarah Sorge.