Sarah Sorge , MdL

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2. August 2004

Schließung von Studiengängen

GRÜNE befürchten nachhaltige Beschädigung des Wissenschaftsstandorts Hessen

 "Die unverantwortliche Bildungspolitik der CDU-Landesregierung stürzt die hessischen Hochschulen ins Chaos. Der Hochschulpakt wurde gekündigt und die daraus resultierenden finanziellen Kürzungen entfalten nun ihre negative Wirkung", kommentiert die hochschulpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge, den einsetzenden "Trend", Studiengänge, Institute und ganze Fachbereiche zu schließen. DIE GRÜNEN befürchten nicht nur die Schließung einzelner Studiengänge, sondern den unwiederbringlichen Verlust von ganzen Wissenschaftsdisziplinen. "Minister Corts (CDU) vernachlässigt seine Verantwortung, was im Endeffekt zu einer nachhaltigen Beschädigung des Wissenschaftsstandorts Hessen führen kann. Corts (CDU) muss seiner Aufgabe als Koordinator nachkommen. Neben den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen muss er dringend die Schwerpunkte und Projekte der einzelnen Hochschulen koordinieren."

"Unter den Hochschulen gibt es offensichtlich ein Wettrennen um die schnellstmögliche Abwicklung von Fächern und Instituten. Dies geschieht unkoordiniert und oft ohne wissenschaftliche und wissenschaftspolitische Grundlage. Vielmehr stehen die Fächer auf der 'Abschussliste', bei deren Abwicklung der geringste Widerstand zu erwarten ist."

Aus zahlreichen hochschulinternen Quellen sei bekannt, dass derzeit eine Vielzahl von Fächern und Instituten zur Disposition stünden. Die Einschnitte bei der Slawistik der Universitäten Gießen und Frankfurt, der gesamte Bereich der Philosophie an der Universität Marburg und die bereits abgewickelte Lebensmittelchemie in Frankfurt sei nur der "Gipfel des Eisbergs". "Eine koordinierte und langfristig geplante Entwicklung der hessischen Wissenschaftslandschaft ist in diesem Prozess nicht zu erkennen. Die Hochschulentwicklung verläuft derzeit nach dem Prinzip Zufall. Wissenschaftsminister Corts (CDU) sollte sich den Realitäten stellen und aufhören, beschönigend von 'Schwerpunktbildung' zu sprechen, wo er einfach tatenlos zusieht", sagt Sarah Sorge.

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