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Mit Unverständnis und Entrüstung hat die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENdarauf reagiert, dass die flächendeckende Einführung des dialogorientierten Serviceverfahrens(DoSV) zur Hochschulzulassung erneut verschoben werden musste. „Das Zulassungschaos, daszu vielen unbesetzten Studienplätzen führt, droht sich nun fortzusetzen. Leidtragende werdendie Studienberechtigten sein, die nach wie vor erst in langwierigen Nachrückverfahren einenStudienplatz erhalten. Unbesetzte Studienplätze in Zeiten des Studierenden-Ansturms sind nichtverantwortbar“, so die wissenschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN, Sarah Sorge.
„Für Studienberechtigte und Hochschulen ist das andauernde Zulassungschaos eine Zumutungund die wiederholte Warteschleife ohne verlässliches System eine Enttäuschung. Sie brauchendringend das versprochene funktionierende System. Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann(CDU) darf dem dilettantischen Projektmanagement nicht länger zusehen. Sie muss über denStiftungsrat der zuständigen Stiftung für Hochschulzulassung dafür sorgen, dass sich dervollumfängliche Start des DoSV nicht weiter verzögert“, appelliert Sarah Sorge.
„In Zeiten des Studierenden-Ansturms können wir uns keine unbesetzten Studienplätze leisten.Nach Angaben des Wissenschaftsministeriums waren im Wintersemester 2010/2011 in Hessen882 Bachelor-Studienplätze in Studiengängen mit örtlicher Zulassungsbeschränkung unbesetzt –dies zeigt einmal mehr, wie drängend die Einführung eines funktionierenden Systems ist.
“DIE GRÜNEN haben zur erneuten Verschiebung des Starts des DoSV eine Kleine Anfrageeingebracht. Sie wollen unter anderen wissen, welche Auswirkungen das Verschieben auf dieVergabe von zulassungsbeschränkten Studiengängen hat und was die Landesregierung jetztgemeinsam mit den Hochschulen unternimmt, damit eine reibungslose Studienplatzvergabezum Wintersemester 2012/2013 sichergestellt wird.
Anlage: Kleine Anfrage Drs. 18/5115