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Nach Erkenntnissen der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden die hessischen Universitäten zum Beginn des Wintersemesters 2005/06 das neue Hessische Lehrerbildungsgesetz nicht planmäßig umsetzen können. „Die Übergangszeit ist zu kurz bemessen. Die Studierenden erwartet Chaos. Die Lehrveranstaltungen für das Wintersemester sind schon lange geplant, ohne dass die Universitäten abwarten konnten wie Karin Wolff in Einzelfragen der Lehramtsstudienteile entscheidet. Die Bildungs-Einrichtungen werden alle eine Ausnahmefrist für Notfälle in Anspruch nehmen. Für Studierende bedeutet das im ersten Semester Chaos und kein adäquates Studienangebot.“, erklärt Sarah Sorge, wissenschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN. „Noch nicht einmal die Prüfungsämter sind an den Hochschulen dafür eingerichtet.“
Die GRÜNEN werden von Wissenschaftsminister Udo Corts (CDU) in der nächsten Sitzung des Wissenschaftsausschusses am Donnerstag dieser Woche Auskunft zum Sachstand an den Universitäten verlangen. Ein weiterer Streitpunkt: Die Zentren sollen zum 1. Januar 2006 das Budget der Universitäten für den Lehrbereich verwalten. Modelle sind hierfür bislang nicht bekannt. „In vier Monaten sollen die Universitäten ihr Budget für Lehramts-Studiengänge und für den Rest voneinander trennen. Das ist faktisch nicht leistbar. Dennoch hat die Landesregierung darauf bestanden“, kritisiert Sorge.
Die Grünen sind der Ansicht, dass von den Hochschulen in zu kurzer Zeit zu viele Aufgaben verlangt werden: „Frau Wolff schwebt in einem Wolkenkuckucksheim – sie belastet die Hochschulen mit neuen Aufgaben, erstellt unrealistische Zeitpläne, finanziert diese nicht seriös und wundert sich dann, wenn es nicht klappt. Das ist Politik ohne Substanz. Der Dilettantismus der Landesregierung wird auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen“, betont Sorge.